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Fluch der Karibik vor LangeoogWir starteten unsere abendliche Schiffsfahrt vom Inselanleger aus – hinein in einen traumhaft gefärbten Nordseehimmel. Keiner an Bord war ernst … am allerwenigsten die Besatzung. Und bevor wir die ersten Fotos eines schönen Sonnenuntergangs auf See schießen konnten, zeigte uns der Kapt'ain erst einmal, wie schön so ein Schiff doch schaukeln kann. Klasse, und wie soll ich bei dem Gewackel einen geraden Horizont hinbekommen? Aber der Mann hatte ein Einsehen und wir durften aufs Vordeck. Hier konnten wir uns sozusagen fotografisch austoben, bis die Sonne schließlich ganz im Meer versunken war.
Kaum hatte ich mich von dem Schrecken erholt „zwang” mich der nette Kapitän auf die Brücke und ans Mikro. Ich musste allen Passagieren folgende „Botschaft” übermitteln: „Alle Mann an Deck – der Pisspott leckt!” Da dies eine feucht-fröhliche Ausflugsfahrt war, haben alle gelacht – und ich kam aus dieser „peinlichen Situation” ohne „Blessuren” heraus. Zunächst ging es zwischen den Inseln Langeoog und Baltrum hindurch auf die offene See – damit wir lernen, dass die Nordsee auch richtige Wellen macht, wie der Kapitän meinte. Dort angekommen ging es auch wirklich schön rauf und runter. Aber dann hatte die Schiffscrew Mitgefühl mit den Landratten und es ging zurück in ruhigere Gewässer. Der Begriff „Kreuzfahrt” erhielt auf dieser Tour noch eine ganz andere Bedeutung: Denn es ging wirklich kreuz und quer durch die Nordseenacht.
Als wir nach ungefähr 3 Stunden wieder an Land gingen, waren wir uns einig: Diese lustige Fahrt hatte sich gelohnt – nicht nur wegen der schönen Urlaubsbilder.
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