Nordwestwind-Banner
HomeKlönschnackLeuchttürmeNordwest-KarteGästebuchKontakt
Schifffahrtsmuseum

Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven

Hanse-Kogge
Die Hanse-Kogge wurde in einem jahrelangen Prozess kon­serviert

Kernstück der Sammlung des Deutschen Schiffahrts­museums ist die Hansekogge von 1380. Sie war 1962 bei Bagger­arbeiten in der Weser bei Bremen entdeckt und in den Jahren 1962 bis '65 geborgen worden.

Ein sensationeller Fund, denn bis dahin gab es kaum Aufzeichnungen über das Aussehen der Koggen.

Zwischen 1972 und 1979 wurde das Schiff zunächst nach und nach aus den geborgenen Einzel­teilen wie aus einem Puzzle wieder auf­gebaut. Dabei musste es ständig befeuchtet werden.

Deshalb konnte man die Kogge noch nicht besichtigen, als das Museum 1975 eröffnet wurde. Nach Abschluss dieser Arbeiten begann die Konser­vierung des mittel­alterlichen Handels­schiffes in einem Bad aus Wasser und Poly­ethylen­glykol, um die Hölzer dauer­haft haltbar zu machen. Der Prozess dauerte 20 Jahre und konnte erst im Jahre 2000 zum Abschluss gebracht werden.

Diese Kogge ist bis heute das einzige vollständig erhaltene Schiff dieses Typs. Sie ist übrigens nach heutigen Erkennt­nissen niemals über die Meere gesegelt, sondern wurde als fertiger Rohbau ohne Takelage durch ein Hoch­wasser von ihrem Liege­platz an der Schiffs­werft losge­rissen, kenterte dann und versank in den Fluten.

Museumsschiffe
Die Schiffe im Außenbereich des Museums – im Bild das Schnell­boot „Kranich”, das Walfangboot „Rau IX” und der Schlepper „Seefalke” – können fast alle besichtigt werden

Von Anfang an gab es hier jedoch nicht nur Modelle hinter Glas zu sehen, sondern auch richtige Schiffe, die im Außen­bereich des Museums im Alten Hafen liegen und auch von innen besichtigt werden können. Dazu gehö­ren das Feuer­schiff „Bürger­meister Abend­roth” von 1909 (früher auf Station Elbe 3), der Walfänger „Rau IX”, Baujahr 1939, der Hochsee­bergungs­schlepper „Seefalke” von 1924, das 1958 gebaute Marine-Schnellboot „Kranich” und der pommersche Haffkahn „Emma”. An Land aufgestellt ist außerdem der Hafen­schlepper „Stier”, damit man den unge­wöhn­lichen Voith-Schneider-Antrieb unter dem Rumpf sehen kann.

Hochseeyacht
Im Eingangsbereich begrüßt die Hoch­seeyacht „Diva” die Besucher

Die Dreimastbark „Seute Deern”, letzter in Deutschland ge­bau­ter hölzerner Groß­segler aus dem Jahr 1919, hat hier bereits seit 1966 die letzte Bleibe als Restaurant­schiff gefunden.

Das Museum wurde mit den Jahren immer weiter ausgebaut und dürfte heute eines der bedeutensten Schiff­fahrtsmuseen in Europa sein. Es gibt Abteilungen für alle Bereiche der Schiff­fahrt: Schiffbau, Bootsbau, Mittelalter und Frühe Neuzeit, Pas­sagier­schiffe, Fracht- und Container­schiffe, Schiffs­maschinen, Deutsche Marine, Seenot­rettung, Meeres­for­schung, Naviga­tion und vieles mehr. Auch die Hochsee­fischerei ist vertreten, aber angesichts der Bedeu­tung der Fischerei für Bremer­haven ist es schon ein wenig verwun­der­lich, dass die Abteilung nicht größer ist.

Insgesamt gibt es aller­dings eine Menge zu sehen und man sollte schon ein bisschen Zeit mitbringen, um alles zu erkunden.

Kleiner Museums-Rundgang …


Zur Landkarte