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Helgoland – eine Insel mitten im Meer
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Dieses Bild vom Sommer 2004 gehört der Vergangenheit an. Anfang 2005 wurden die an diesem Tag links außerhalb des Bildfelds auf Reede liegende „Helgoland” und die „Wilhelmshaven” (rechts) zum Leidwesen der Helgoländer Börteschiffer durch Katamarane ersetzt, die direkt im Südhafen anlegen können. Auch die „Wappen von Hamburg” (links) wurde zwei Jahre später außer Dienst gestellt. |
Was für eine Aufregung! Wir würden unsere erste gemeinsame Seefahrt nach Helgoland mit einem Katamaran antreten!
Gegen die Sonne hinter bedecktem Himmel sah ich den „Halunder Jet” einlaufen.
Es war ein imposantes Schiff. Eben „schnell wie der Wind” mit seinen 36,5 Knoten oder rund 67 km/h.
Das Innenleben ist dann auch mit dem eines komfortablen Flugzeuges vergleichbar.
Entsprechend kurz war die Fahrt: Nach einer guten Stunde landeten wir vor Helgolands Südküste.
 | Die vier Antriebsschrauben machen mächtigen Wirbel. Für Menschen, die leicht seekrank werden ist es angenehm, dass so ein Katamaran praktisch nicht schaukelt – jedenfalls bei normalem Seegang. Bei höheren Wellen geht es aber auch hier schön rauf und runter. |
Ja, eine Insel mitten im Meer, das ist Helgoland! Rot und zerklüftet recken sich ihre Felsen in den Himmel. Bereit, allen Stürmen zu trotzen.
Dass dies gerade für das sogenannte Oberland gilt, kann man an der weiten und alles überragenden Aussicht auf die Nordsee feststellen – wenn man erst die vielen „tausend Stufen” bergauf bewältigt hat.
Doch dann wird man reichlich belohnt, denn Helgoland ist ein Naturerlebnis der besonderen Art und ein wahres Vogelparadies. Ganze Brutkolonien von Seevögeln nisten sicher und geschützt in den roten Steilfelsen.
Blickt man hinunter ins Meer, fällt sofort das reine Blau des Wassers auf, wie man es sonst nur von schön-gefärbten Postkarten kennt. Kein Vergleich also zum sandigen Braun des Wattenmeeres der nord- und ostfriesischen Inseln.
 | Um die Natur Helgolands näher kennenzulernen, braucht man länger als 4 Stunden |  | Die Hummerbuden sind charakteristisch für Helgoland | Und überhaupt ist Helgoland eine Insel voller Farben. Aber auch die Helgoländer lieben es „bunt”.
Im Unterland zeugen die in jeder Coleur verspielt gestrichenen Hummerbuden davon.
In vergangenen Zeiten wurde hier der Hummerfang weiterverarbeitet – heute dagegen bieten Ladenbesitzer jedwede Ware für die an Land strömenden Touristen feil. Da darf die z. T. zollfreie Mitnahme von alkoholischen Getränken aus den Geschäften für „Schiffsausrüstung” nicht fehlen.
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Leider sehen nicht alle Hummerbuden so gepflegt aus wie diese beiden.
Foto: Kerstin Junge
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Aber Helgoland hat so viel me(e)hr zu bieten als Nippes und Schnaps. Für Naturfreunde und Fotografen ist der „Rote Felsen” ein wahres Inselparadies. Man braucht allerdings ein wenig Zeit um es zu entdecken.
Am besten abends, wenn sich die Tagesgäste wieder auf die Bäderschiffe zurückgezogen haben und auf dem Heimweg sind. Dies ist der richtige Zeitpunkt für individuelle Entdeckungstouren.
Aus diesem Grunde werden wir auch wiederkommen.
Denn wir waren selber nur für wenige Stunden dort und haben von dieser Insel kaum mehr als einen flüchtigen Windhauch in uns aufnehmen können: Es war einfach ein viel zu kurzer Besuch für dieses wunderbare Stück Land inmitten der Nordsee.
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Das Wahrzeichen Helgolands: Die „Lange Anna” im Nordwesten der Insel | Die hier ist schon Profi-Fotomodell | Der Lummenfelsen ist Brutstätte tausender Seevögel |
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