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Wasserturm hinter Dühnen
Der Wasserturm aus dem Jahr 1909, Langeoogs Wahrzeichen, wird schon längere Zeit nicht mehr zur Wasserversorgung benötigt. Jetzt dient er den Urlaubsgästen als Aussichtspunkt. Zudem ist dort die Ausstellung „Trinkwasser für Langeoog” zu sehen.

Langeoog

Langeoog ist eine besondere Insel, obwohl man das von den anderen sechs „Ostfriesen im Meer” genauso behaupten kann. Sie ähneln sich, dennoch gibt es diverse Unterscheidungs­merkmale, die auch erklären, weshalb sich viele Urlauber ihre ganz persönliche Insel ausge­guckt haben, die sie dann in regelmäßigen Abständen immer wieder einmal besuchen.

Inselbahn
Die Inselbahn mit ihren verspielt wirkenden bunten Waggons verkehrt regelmäßig zwischen Schiffsanleger und Inselbahnhof und bestimmt so ein wenig den Takt im Ort.
Wer es gern etwas turbulenter mag und sein Auto mitnehmen möchte, bevorzugt eher Norderney oder Borkum. Ruhigeren Zeitgenossen dürfte Baltrum oder Spie­ker­oog gefallen, die auch etwas für Fami­lien mit kleinen Kindern sind, wo aber um 22 Uhr die Bürger­steige hochgeklappt werden, um es etwas ketze­risch zu sagen. Langeoog steht für die goldene Mitte: nicht hektisch, aber man kann auch abends noch etwas unter­nehmen.

Als erstes fällt dem Langeoog-Besucher die niedlich-verspielte Inselbahn auf, die aber nicht nur bunt vor dem mehr oder weniger blauen Nordseehimmel erstrahlt, sondern sich für den Urlauber auch jen­seits von An- und Abreise als äußerst prak­tisches Transport­mittel erweist.

Barkhausenstraße
Hier sind viele Gaststätten und Geschäfte zuhause:
Die Barkhausenstraße im Ortszentrum
Auf dem Weg mit der Bahn in den Ort kann man kurz vor der Ankunft auf der rechten Seite in der Nähe des Flugplatzes ein auf­fal­lend rotes Hausdach erkennen, auf dem das einfache, aber sehr bedeut­same Wort „FISCH”, geschrie­ben steht. Bedeut­sam im Allgemeinen als auch im Beson­de­ren, weil sich unter diesem Dach ein kleines Fisch­geschäft inklusive Freiluft-Restaurant ver­birgt, was seines­gleichen sucht: Es ist unse­rer Meinung nach nicht nur eines der Besten auf der ganzen Insel, sondern braucht auch darüber hinaus keinen Ver­gleich zu scheuen!

Doch wo wir schon mal bei dem Thema „kulinarische Köstlich­keiten” angelangt sind, empfehlen wir noch ein weitere kulinarische Perle, die mitten im Ort liegt und den schönen, platt­deutschen Namen „In't Dörp” trägt. Auch das Essen ist hier wirklich „wat Besünneres”. Ach ja, und selbst die Speise­karte gibt's „op Platt” und wir hoffen sehr, dass diese nette Tradition beibehalten wird. Die hoch­deutsche Über­setzung fehlt natür­lich nicht, sodass auch in dieser Beziehung für jeden Geschmack etwas dabei ist. Nacht­eulen sind übrigens mit dem urigen Szene­lokal „Dwars­looper” gut beraten – es erinnert etwas an einen irischen Pub und ist urgemütlich.

Strand und Dünen

Aber bevor man sich stärkt, muss man sich allerdings erst einmal an den langen Stränden Lange­oogs hungrig gelaufen haben. Was für ein Blick, welch eine Weite! Das rhyth­mische Schlagen der Brandungs­wellen, der Geruch der Nordsee, die beinahe märchenhaft anmutenden Dünen mit ihren weich-wehenden Gräsern tun ihr Übriges, diese Insel mit allen Sinnen zu genießen!

Dünen
Küstenschutz wird groß geschrieben: Diese in den Boden gesteckten Zweigbündel sollen den Sandverlust bei Sturmfluten in Grenzen halten.

Wen es noch weiter hinaustreibt, kann den Meeresboden mit seiner unendlichen Artenvielfalt auf einer Watt­wande­rung erkunden oder mit dem Fahrrad zum Ostende der Insel fahren und sich auf dem Natur­lehrpfad die Flora und Fauna der Insel erläutern lassen (auf der Seehund-Beobachtungs­plattform sieht man allerdings von den Robben nicht viel – sie sind trotz fest angebrachtem Fernrohr immer noch viel zu weit weg). Auch eine Fahrt mit einem Schiff der „weißen Flotte” zu den Seehund­bänken ist eine gute Idee. Lustige Nachttouren mit „echten” Piraten an Bord werden für die ganz Mutigen ebenfalls angeboten.

Falls das Wetter mal nicht so mitspielt, können Technik-Interessierte das Schifffahrts­museum mit einer recht umfang­reichen Sammlung an Schiffs­modellen ansehen oder man geht ins Meer­wasser-Schwimm­bad und betätigt sich sportlich.

Kirche innen Seenotrettungsboot L. Andersen-Denkmal
Das Altarbild des Nordener Künstlers Hermann Buß in der Inselkirche ist einen Blick wert
Das Seenotrettungsboot „Langeoog” war von 1945 bis 1980 im Einsatz und kann zu bestimmten Zeiten besichtigt werden
Die Inselgemeinde hat der Sängerin Lale Andersen, die lange auf Langeoog lebte, ein Denkmal gesetzt


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