Nordwestwind-Banner
Leuchtturm Westerheversand
Der Leuchtturm Westerheversand auf der schleswig-holsteinischen Halbinsel Eiderstedt zählt zu den schönsten deutschen Leuchttürmen

Leuchttürme

Leucht­türme haben uns schon immer fasziniert. Die meisten von ihnen haben eine ganz eigen­ständige Archi­tektur und stehen so für eine bestimmte Epoche. Sie sind meist schon von weitem als markante Bauwerke zu sehen und vermit­teln zudem ein Stück Seefahrer­romantik (obwohl die Seefahrt sowie das Leben der Leuchtturm­wärter alles andere als romantisch war). Wenn der Schein­werfer­kegel eines Leucht­turms seine nächtlichen Kreise zieht, so wird auch der Betrachter geradezu magisch in seinen geheimnis­vollen Bann gezogen.

Darüberhinaus ist die Entwicklung der Technik von den frühen offenen Holz- und Kohle­feuern über die Petroleum- und Gaslampen bis zu den heutigen Xenon-Entladungs­lampen und ihrer modernen Optiken ein interes­santes Themen­gebiet. Auch im Zeitalter der Satelliten-Navigation haben sie noch längst nicht ausgedient.

Wir stellen hier nach und nach die interessantesten Leuchttürme an der Nordseeküste vor.

Leuchturmdenkmal in der Außenweser

Leuchtturm Roter Sand

Wer Deutschlands bekanntestes Seezeichen, den Leuchtturm Roter Sand einmal aus der Nähe betrach­ten möchte, kann das nur per Schiff in die Tat umsetzen. Das maritime Denk­mal befindet sich in der Außen­weser rund 50 km von der Küste ent­fernt. Bis 2010 fuhr der Museums­schlepper „Goliath” regel­mäßig von Bremer­haven aus zum „Rote­sand”. Nach dessen Außer­dienst­stel­lung besteht zur Zeit nur die Mög­lich­keit, mit der „Wega II” von Fedder­warder­siel aus zum alten Leucht­turm und zu seinem moder­nen Nachfolger, dem Leuchtturm Alte Weser zu schippern.

Die gleichnamige Sandbank, auf der er steht, teilt die Fahr­rinne in alte und neue Weser. Hier treffen Meeres­strömungen aus zwei Rich­tungen aufeinander, was nicht ohne Folgen für das Wohl­befinden magen­empfind­licher Fahr­gäste bleibt.

Wie wir die Fahrt mit der „Wega II” erlebt haben, lesen Sie hier …

Mehr – auch zu den anderen – Leuchttürmen in der Außenweser …

Seefahrtgeschichte zum Anfassen

Leuchtturm Obereversand

Viele Leucht­türme kann man besichtigen oder zu ihrer Aussichts­platt­form aufsteigen. Will man aber etwas über das Leben und Arbeiten der Leuchtturm­wärter in früheren Zeiten erfahren, gibt es nur wenige Möglich­keiten.

Eine davon ist der Leucht­turm Ober­ever­sand, der im Jahr 2003 von seiner ursprüng­lichen Position im Wurster Arm der Außen­weser nach Dorum verlegt, dort restau­riert wurde und seit dem als eine Art Leucht­turm-Museum Ein­blicke in die Seefahrt­geschichte des 19. und frühen 20. Jahr­hunderts ermög­licht.

Mehr …

Über 100 Jahre alt:
Leuchtturm Arngast

Leuchtturm Arngast

Seit 1909 leitet der Leucht­turm Arngast die Schiff­fahrt zu den Wilhelms­havener Hafen­anlagen, vor allem dem Marine­hafen. Von Dangast aus kann man ihn mit der 1935 gebauten „Etta von Dangast” erreichen, die im Sommer regel­mäßig zum Leucht­turm im Jade­busen, aber auch zum Marine­hafen und zur Baustelle des Jade-Weser-Ports fährt.

Mehr …

Der Größte und der Witzigste

Leuchtturm CampenLeuchtturm Pilsum

Anders als an Elbe oder Weser gibt es an der Ems vergleichs­weise wenig Leucht­türme. Dennoch sind hier einige heraus­ragende Exemplare dabei, beispiels­weise der Leucht­turm Campen nördlich von Emden. Er ist mit 65 m Höhe der größte Leucht­turm an der deutschen Küste. Wer sich für ihn näher interes­siert, kann ihn nach­mittags auch besichtigen.

Oder vielleicht lieber den Leucht­turm Pilsum in der Nähe des Urlaubs­orts Greet­siel. Er hat in seiner navi­gato­rischen Funk­tion schon lange ausgedient. Bekannt wur­de er dagegen in ganz Deutsch­land durch den Film „Otto der Außer­frie­sische” und den Tatort- Krimi „Sonne und Sturm”.

Genau genommen gehören auch die Leucht­türme auf Borkum zu den Ems-Leucht­tür­men, denn ihr Zweck besteht darin, den Weg in die Ems-Mün­dung anzu­zeigen.

Mehr über die Leucht­türme an der Ems … und über die Leucht­türme auf Borkum …


Zur Landkarte