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Leuchttürme an der Ems

Leuchtturm Campen Die Leuchttürme der Emsmündung führen die Schifffahrt vor allem zum Seehafen Emden. Der größte Turm steht in Campen ca. 17 km westlich von Emden (nicht zu verwechseln mit dem Ort Kampen auf Sylt). Die Gitterkonstruktion ist mit 65 m zugleich der höchste deutsche Leuchtturm, wenn man einmal vom Leuchtfeuer auf dem Hotel Maritim in Travemünde absieht, aber das ist ja auch kein Leuchtturm im eigentlichen Sinn. Sein Leuchtfeuer ist so stark, dass es rund 30 Seemeilen weit bis Borkum reicht.

Der Turm wurde 1889 gebaut und war einer der ersten elek­trisch betriebenen Leuchttürme Deutschlands. In einem Neben­gebäude steht heute noch einer der letzten zu Lebzei­ten Rudolf Diesels gebaute Diesel­motor aus dem Jahre 1906, der seinerzeit zum Antrieb des Generators diente.

Wer Lust hat kann den Turm auch besichtigen, wenn auch nur für eine kurze Zeit am frühen Nachmittag.

VerkehrszentraleEtwa 15 km weiter nördlich auf dem Pilsumer Deich steht noch ein Leuchtturm, der schon lange nicht mehr in Betrieb ist. Mit ihm hat es jedoch eine besondere Bewandnis. Er spielte eine Haupt­rolle in Otto Waalkes Film „Otto der Außer­friesische”.

Südlich von Campen, etwa da wo die Ems aus dem Dollart kommt und von Ost-West- auf Süd-Nord-Rich­tung wechselt, steht in der Nähe des Schöpf­werks Knock noch ein besonderes Gebäude, das zwar noch ein Quermarken­feuer enthält (damit die Schiffe um die Ecke finden), aber in der Hauptsache eine andere Funktion hat und auch nicht mehr wie ein typischer Leucht­turm aussieht.

Es ist die Verkehrs­zentrale Ems des Wasser- und Schiff­fahrts­amtes Emden, in der seit 1972 die Signale aller Radar­stationen an der Ems zusammenlaufen. Hier wird der gesamte Schiffs­verkehr auf der Ems überwacht. Sie hat also eine ähnliche Funktion wie der Tower auf einem Flughafen.

Leuchtturm Pilsum Radarturm Molenturm
Der Pilsumer Leuchtturm wurde durch den Film "Otto der Außerfriesische" in ganz Deutschland bekannt
Der 1970 gebaute Radar- und Leucht­turm Wybelsum steht auf hal­bem Wege zwischen Emden und dem „Ems­knick” bei Knock
Der kleine Leuchtturm auf der West­mole des Emdener Hafens zeigt die Hafeneinfahrt seit 1913 an.

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