Marinemuseum

Die Geschichte Wilhelmshavens ist eng mit der deutschen Marine verbunden. Auch heute hat die Marine für die Stadt eine große Bedeutung. An der Südstrandpromenade in der Nähe der Kaiser-Wilhelm-Brücke wurde 1997 in einem der ältesten noch erhaltenen Werkstattgebäude der früheren Kaiserlichen Werft durch einen Förderverein ein Museum aufgebaut, das die Geschichte der deutschen Marinen seit 1848 zeigt. Hier gibt es nicht nur Ausstellungsstücke hinter Glas, sondern die Besucher können einige ausrangierte Marineschiffe besichtigen, so dass man Vorstellungen vom Leben der Soldaten an Bord gewinnt.
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Wattenmeerhaus

Ein richtiger Krabbenkutter ist hier ausgestellt. Es war sicher aufwendig, ihn in das Gebäude zu befördern. Man kann an Deck gehen und sich an Bord umsehen.
Die Flora und Fauna im und an der Nordsee ist der Schwerpunkt des Wattenmeerhauses, das am Südstrand schräg gegenüber dem Marinemuseum zu finden ist. Menschen, die sich für die Natur in Meer und Watt interessieren, liegen hier richtig. Die Ausstellung hinterließ bei uns jedoch einen zwiespältigen Eindruck. Das lag zum einen daran, dass zum Zeitpunkt unseres Besuchs im Sommer 2011 eine komplette Etage wegen Umbauarbeiten gesperrt war und dadurch die Hälfte der Exponate nicht zu sehen war, zum anderen aber auch an der doch recht statisch wirkenden Präsentation.

So schön es ist, sich einmal auf einem richtigen Krabbenkutter umsehen zu können, so schlecht ist die Unterbringung der Seefische in unserer Meinung nach viel zu kleinen Aquarien. Plattfische, Krabben und Tiere, die sich am Meeresboden aufhalten, in flachen, aber relativ großflächigen Aquarien zu zeigen, ist dagegen keine schlechte Idee. Man kann sie so gut beobachten. Die Vogelwelt sollte man jedoch nicht nur in Form präparierer Tiere und Schautafeln zeigen, sondern besser in Filmen, was das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes lebendiger machen würde.

Die Sammlung präparierter Vögel des Helgoländer Vogelkundlers Heinrich Gätke ist hier ausgestellt - jedenfalls das was nach einem Bombenangriff 1944 davon übrig blieb. Der Großteil wurde dabei zerstört.
So richtig empfehlen können wir das Wattenmeerhaus daher nicht. Es mag aber sein, das wir einen anderen Eindruck bekommen hätten, wenn die Ausstellung komplett zu sehen gewesen wäre. So muss man diese Anmerkungen unter einem gewissen Vorbehalt sehen. Die inzwischen aus dem Küstenmuseum in das Wattenmeerhaus umgezogene Ausstellung um den 1994 vor Borkum gestrandeten Pottwal ist jedenfalls sehenswert.
Feuerschiff „Norderney”
Das Feuerschiff „Norderney” entstand in den Jahren 1906 und 1907 zunächst als Segelschiff mit einer Dampfmaschine als Hilfsantrieb, wurde 1952 - 54 auf Dieselantrieb umgerüstet und war bis 1981 auf der Station „Weser” in der Außenweser im Einsatz, bis es aus wirtschaftlichen Gründen von einer Großtonne ersetzt wurde. Danach machte es dauerhaft am Wilhelmshavener Bontekai fest.
Man kann das Schiff auch besichtigen, allerdings sind viele Räume sowie die Maschine nicht zugänglich. Freunde der Seefahrt kommen hier nicht unbedingt auf ihre Kosten. Dafür kann der erschöpfte Tourist hier seine Pause einlegen – an Bord befindet sich ein Restaurant.
Weitere Informationen über touristische Ziele in Wilhelmshaven gibt es hier.
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Aquarium
Fährt man am Marinemuseum und dem gegenüber gelegenen Wattenmeerhaus vorbei, gelangt man zum Aquarium am Helgoland-Kai, das sowohl die heimischen Meeresbewohner als auch die Lebewesen aus den tropischen und arktischen Gewässern zeigt. Die Pinguine und Robben kann man nicht nur unter Wasser, sondern auch an der Wasseroberfläche beobachten.
Haie, Rochen und viele andere Fische aus tropischen und subtropischen Regionen ziehen in einem verhältnismäßig großen Becken ihre Kreise. In der Regenwaldhalle sieht man Vögel, Äffchen und Brillenkaimane. Ein sprechender Beo begrüßt dort die Besucher mit „Moin, moin!”
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Küstenmuseum

In der ehemaligen Jahnhalle an der Weserstraße (Südstadt) befindet sich das „Küstenmuseum am Bontekai”. Es zeigt die Entstehung der Nordseeküste und das Leben an der Küste von den frühen Küstenbewohnern bis heute und speziell die Entwicklung der Stadt Wilhelmshaven.
Im Erdgeschoss erfährt der Besucher zunächst etwas über die Entstehung der Nordseeküste. Er kann die Veränderung des Küstenverlaufs durch den Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit und als Folge der weiteren Klimaveränderung an einem Projektionstisch interaktiv in den jeweiligen Stadien nachvollziehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Siedlungsgeschichte der Menschen am Meer, das Leben der frühen Küstenbewohner im heutigen Nordwest-Deutschland. In zahlreichen Schaukästen sind Modelle von Siedlungen oder einzelnen Häusern aus verschiedenen Epochen zu sehen. Die immer aktuellen Themen Küstenschutz, Deichbau, das Leben an der Küste, führen den Besucher in die heutige Zeit.
Die Marine fehlt hier natürlich nicht. Es werden jedoch weniger technische Gesichtspunkte betrachtet, sondern die Stadtentwicklung im Zusammenhang mit dem Marinestützpunkt, z. B. die Situation der einfachen Soldaten, die Meuterei der Marinematrosen im Jahr 1918 und das Schicksal der Zwangsarbeiter, die während der Nazi- Zeit in der Rüstungsproduktion eingesetzt wurden. Auch die Schwierigkeiten der vollständig auf die Kriegsmarine eingestellten Stadt, der Bevölkerung nach Ende des zweiten Weltkriegs ohne Marine und Kriegsschiffbau eine Arbeitsperspektive zu geben, werden ausführlich dargestellt.
Im Obergeschoss erfährt man auch etwas über den „Jade-Weser-Port”, einem Tiefwasserhafen für große Containerschiffe, der zur Zeit nördlich des Ölhafens gebaut wird. Den Veränderungen der Museumsschwerpunkte fiel die Ausstellung „wal.welten” mit dem 14 m langen Pottwal-Skelett zum Opfer, das jetzt in das Wattenmeerhaus umgezogen ist.
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Rathaus

Das Rathaus ist neben der Kaiser-Wilhelm-Brücke eines der Wahrzeichen der Stadt. Es wurde 1928/29 für die Kommunalverwaltung der Stadt Rüstringen gebaut. Der vom bekannten Hamburger Architekten Fritz Höger entworfene Klinkerbau wurde nach dem Zusammenschluss der oldenburgischen Stadt Rüstringen mit dem preußischen Wilhelmshaven im Jahr 1937 zum Rathaus des von da an oldenburgischen Wilhelmshaven. Das Gebäude ist gleichzeitig Wasserturm: Im oberen Teil des 49 m hohen Turms befindet sich ein großer heute noch genutzter Trinkwasserbehälter.
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