Nordwestwind-Banner
HomeKlönschnackLeuchttürmeNordwest-KarteGästebuchKontakt

Küstenmuseum am Bontekai

Das „Küstenmuseum am Bontekai” findet man in der ehemaligen Jahnhalle an der Weserstraße (Südstadt). Man folgt einfach der Ausschilderung Richtung Südstrand / Bontekai.

Siedlung
Ein Modell zeigt das Wurtendorf Feddersen Wierde im 3. Jahrhundert. Das war immerhin noch vor der germanischen Völker­wanderung. Es bestand aus 10 kleineren und 16 mittleren Gehöften, die jeweils aus einem Wohn­stallhaus und einem kleinen auf Pfählen gebauten Spei­cher-Häuschen bestanden. Damit man noch Einzel­heiten erkennen kann, ist hier nicht die gesamte Siedlung gezeigt.
Im Erdgeschoss wird das Thema Küste aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt. Der Besucher kann die Veränderung des Küstenverlaufs durch den Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit an einem Projektionstisch inter­aktiv durch Anklicken einer Zeit­leiste in den jeweiligen Stadien nach­vollziehen. In der letzten Eiszeit gehörte Großbri­tannien noch zum Festland, die Nordsee war noch nicht gar nicht vorhanden.

Bedenkt man, dass seinerzeit die durch­schnitt­liche Jahres­temperatur um ca. 8 - 12° C unter dem heutigen Jahres­mittel und der Meeres­spiegel zwischen 80 und 100 m unter dem jetzigen Pegel lag, kann man sich vorstellen, welche Probleme der aktuelle Klimawandel noch mit sich bringen könnte.

Das Modell eines Wohnstallhauses aus dem 2. Jahrhundert.
Die Siedlungsgeschichte der Men­schen am Meer, das Leben der frü­hen Küstenbewohner im heutigen Nord­west-Deutsch­land ist ein wei­te­res großes Thema. In zahl­reichen Schau­kästen sind Modelle von Sied­lungen oder einzelnen Häusern aus verschie­denen Epochen zu sehen.

Eine zeit­liche Logik in der Anord­nung der verschie­denen Schau­kästen ist aller­dings nicht immer zu erkennen.

Die Marine darf in einem Wilhelms­havener Museum natürlich nicht fehlen. Anders als im Marine­museum wird nicht so sehr der technische Hinter­grund, sondern z. B. auch die Stadt­entwick­lung im Zusammen­hang mit dem Ausbau des Marine­stützpunkts beleuchtet. Die Situation der einfachen Soldaten, die Meuterei der Marine­matrosen im Jahr 1918, das Schicksal der Zwangs­arbeiter, die während der Nazi-Zeit in der Rüstungs­produktion eingesetzt wurden und die Schwierig­keiten der vollständig auf die Kriegs­marine eingestel­lten Stadt, der Bevöl­kerung nach Ende des zweiten Weltkriegs ohne Marine und Kriegs­schiffbau eine Arbeits­perspektive zu geben, werden ebenfalls gezeigt.

wal.welten

Walskelett
Das Skelett vermittelt einen guten Eindruck von den Dimensionen eines Pottwals

Walarm
Der Arm oder die „Seiten­flosse”
Das Herzstück des Museums sind jedoch das Skelett und die plasti­nierten Organe eines 1994 vor Baltrum gestran­deten Pottwals in der Aus­stellung „wal.welten” im Ober­geschoss des Museums. Der Be­trach­ter bekommt so einen realen Eindruck von den Dimen­sionen dieser großen Meeres­säuger.

Walpenis
Der Penis des Wals hat auch besondere Maße
Rundherum zeigen Fotos die Bergung des Wals, seine Zerlegung und seine Präparation. Man hört Walgesänge und erhält in Video­fil­men und anderen Darstel­lungen Informa­tio­nen zur Evolution und Biologie sowie über die Ge­schich­te des Wal­fangs und den Mythos, der die Wale umgibt. In vielen alten Gemäl­den und Zeich­nungen sieht man See­fahrer fres­sende Unge­heuer – die Phantasie der Men­schen, die nichts mit der Wirk­lich­keit zu tun hatte, kannte keine Grenzen.

Seit einiger Zeit erfährt man im Ober­geschoss auch etwas über den geplanten "Jade-Weser-Port", einem Tief­wasserhafen für die größten Container­schiffe, der bis 2010 nördlich des Ölhafens gebaut werden soll. Trotz vieler Schau­tafeln und einem Hafen­modell ist die Ausstel­lung jedoch nicht sehr informativ.

Darüberhinaus gibt es immer wieder Sonder­ausstellungen zu verschie­denen Schwerpunkt­themen.

Mehr Infos bei der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH …


Zurück zur Wilhelmshaven-Seite