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Marinemuseum WilhelmshavenDie Großexponate des Museums sind schon eindrucksvoll: Der Marine-Jagdbomber Lockheed F104 „Starfighter”, der Hafenschlepper „Langeness”, ein Torpedo-Schnellboot der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR und das Kleinst-U-Boot vom Typ „Seehund”. Besonders interessant sind der im Juni 2005 hinzugekommene Zerstörer „Mölders”, das U-Boot U 10 und der Minensucher „Weilheim”, weil man an Bord gehen und sie von innen besichtigen kann.
Die Schiffe decken das gesamte Spektrum der Marine von klein bis groß ab – dadurch wirkt die Ausstellung insgesamt recht vollständig. Mit ihren 134 m Länge und 40 m Höhe überragt die „Mölders” den eigentlichen Museumsbereich deutlich und ist die bestimmende Erscheinung. Der Zerstörer – er wurde wie seine beiden Schwesterschiffe „Lütjens” und „Rommel” in den USA gebaut – nahm mit der Ausbildung der Crew im September 1969 seinen Dienst bei der Bundesmarine auf. Seine aktive Zeit endete im November 2002. Das Schiff kann auch besichtigt werden, allerdings sind nicht alle Bereiche dafür freigegeben, beispielweise die Maschinenanlage und noch manches andere. Trotzdem gibt es an Bord des Zerstörers eine Menge zu sehen. Einen kleinen Eindruck geben die Fotos vom Rundgang auf dem Schiff wieder.
Das zweite Schiff, das die Gäste erkunden können, ist das U-Boot U 10. Es ist rund 44 m lang und 4,59 m breit und war von 1967 bis 1993 bei der Bundesmarine im Einsatz. Für die Besucher sind gesonderte Ein- und Ausstiege installiert worden. Wenn man durch das Schiff geht, bekommt einen plastischen Eindruck von der Enge an Bord. Dieser Bootstyp ist für den Einsatz in Nord- und Ostsee ausgelegt und daher wesentlich kleiner als die amerikanischen oder russischen Typen, die für Operationen in den großen Weltmeeren gebaut wurden. Wir gehen mal rein …
Neben dem Zerstörer „Mölders” und der U 10 gehört das Minenjagdboot „Weilheim” zu den interessantesten Ausstellungsstücken. Das 47 m lange und 8,40 m breite Schiff wurde 1959 als Küstenminensuchboot der Klasse 320 in Dienst gestellt. Nach dem Umbau zum Minenjagdboot der Klasse 331B diente es ab 1978 beim Minenabwehrgeschwader Nordsee in Wilhelmshaven. 1995 wurde es durch einen modernen Nachfolger ersetzt. So interessant die Schiffe im Außenbereich auch sind, sollte der Besucher nicht die Ausstellung im Museumsgebäude verpassen.
Zahlreiche Schiffsmodelle stehen für die früheren Epochen, wenngleich vor allem die Anfänge nach 1848 etwas schwach repräsentiert sind. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass die unter dem Kommando von Admiral Karl Rudolf Bromme stehende Reichsflotte bereits 1853 wieder aufgelöst wurde (er nannte sich selbst Brommy). Eine wirklich große Kriegsmarine entstand in Deutschland erst Ende des
Was es sonst noch zu sehen gibt, sehen Sie hier … Das Museum will die Notwendigkeit einer Marine für Deutschland beantworten, die Entwicklung von Waffen, Navigation, Ortung und Militärstrategie über die Jahrzehnte erklären, das Leben an Bord schildern und an das Schicksal vieler Soldaten in den Weltkriegen erinnern. Diese menschliche Seite ist zwar vorhanden, geht aber in dem stark technisch orientierten Umfeld ein bisschen unter. Im Winterhalbjahr 2009/2010 wurde das Museum umgebaut und erweitert. Die Fläche des Gebäudes wurde um ca. 75 % vergrößert. Im Juni 2010 wurde der Umbau abgeschlossen. Mit der Neugestaltung sollte u. a. dieser menschliche Aspekt vertieft werden. Da wir nach dem Umbau noch nicht dort waren, können wir auch noch nicht sagen, ob das gelungen ist. Das Museum wirbt damit, dass es zu den meistbesuchten Museen in Deutschland zählt. Ich meine, wer sich für das Thema Marine interessiert, sollte es einmal gesehen haben. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Site des Marinemuseums. |